Grundregeln

Hier beschrieben ist die einfachste Spielvariante, nur mit Mafiosi und Bürgern als Figuren. Alle weiteren Figuren sind extra aufgelistet.

Vorbereitung:
Es muss eine geeignete Figurenkonfiguration gewählt werden, die zur Spieleranzahl passt. Einige von uns erprobte Konfigurationen findest du hier. Außerdem muss in den meisten Konfigurationen ein Spielleiter das Spiel führen. Eine Möglichkeit, Spiele ohne Spielleiter durchzuführen, wird weiter unten beschrieben.
Zur Auslosung der Figuren werden üblicherweise normale Spielkarten oder eigene Mafia-Karten verwendet. Der Spielführer lost im Geheimen die Figuren für die Mitspieler aus (teilt die Karten aus).

Nachtphase:
Das Spiel beginnt mit einer Nacht. Alle Spieler schließen die Augen und folgen den Anweisungen des Spielleiters. Bei unübersichtlichen Konfigurationen empfiehlt es sich, dass der Spielleiter mitschreibt, um den Überblick zu behalten.
Die Mafiosi "erwachen", öffnen also die Augen. Über Augenkontakt, Gesten und Zeichen verständigen sie sich auf ein Opfer, das sie ermorden wollen. Oft wird mit der Regel gespielt, dass die Mafiosi dem Spielleiter eine Todesart mitteilen müssen.
Bei mehreren nachtaktiven Figuren lässt der Spielleiter sie nacheinander aufwachen und ihre Aktion durchführen.

Tagphase:
Der Spielleiter lässt alle Spieler wieder aufwachen. Er verkündet ob, wer und ggf. wie ein Spieler gestorben ist. Nun wird von der ganzen Gruppe diskutiert, wer am Ende des Tages gelyncht wird. Ein bewährter Einstieg in die Diskussion ist die Geräuschkulisse in der Mafiaphase (wer hat sich bewegt?) und die Todesart (wer würde jemanden so sterben lassen?).
Wenn sich die Meinung der Mitspieler abzeichnet und die Diskussion langsam auf das Ende zu geht, steht bald die Nominierung der Todeskandidaten an. Dazu zeigt jeder Spieler nach Kommando des Spielleiters auf einen Mitspieler, den er lynchen möchte. Die beiden mit den meisten erhaltenen Stimmen werden nominiert. Ist eine Abstimmung nicht eindeutig, gibt es eine Stichwahl zwischen den betreffenden Personen.
Anschließend bekommen die zwei Nominierten noch einmal die Gelegenheit, sich zu verteidigen. Nach dieser wird endgültig abgestimmt, wer gelyncht wird. Ist keine andere Regel vereinbart (z.B Pechvogel oder Schwarzer), entscheidet bei einer Pattsituation der letzte Tote. Tag- und Nachtphasen folgen nun im Wechsel, bis eine Partei gewonnen hat.

Gewonnen!
Wann hat nun welche Gruppe gewonnen? Die gute Seite hat gewonnen, wenn niemand mehr von der bösen Seite lebt und umgekehrt, wobei eine Nacht immer erst zu Ende gespielt wird. Spielen neutrale Figuren mit, können diese nach ihren eigenen Gewinnvoraussetzung gewinnen.



Ohne Spielleiter:
In einfachen Konfigurationen oder wenn man bereit ist, ein paar Einschränkungen in Kauf zu nehmen, gibt es eine Möglichkeit, ohne Spielleiter zu spielen. Dazu legen alle Mitspieler die Hände in geringem Abstand voneinander auf den Tisch. Die Nacht muss nun einer der Spieler moderieren. Er gibt jeder Gruppe genügend Zeit sich zu entscheiden. Die Mafia und alle anderen Figuren wählen ihr Ziel nun über Antippen der Hand.
Oft ist es nur Nötig die erste Runde ohne Spielleiter zu spielen, da in der ersten Nacht jemand sterben könnte, den den Job des Spielleiters übernehmen kann. Wenn es eine gerade Zahl an überlebenden Spielern nach dieser Nacht sind, sollte der getötete bis zur Nacht warten bevor er sich Hintergrundwissen verschafft. So kann er im Zweifelsfall noch als letzter Toter befragt werden.

Beim Spielen ohne Spielleiter ist die Geräuschkulisse als Diskussionsgrundlage ein sehr ausgeprägter Einstieg in das Spiel. Zusätzlich haben z.B. vom Seelenretter beschützte Mafia-Opfer selbst das Wissen, dass in der Nacht versucht wurde, sie zu töten. Oft ist es möglich, anhand der Richtung, aus der man angetupft wurde, oder der Temperatur der Hand den "Antupfers" einzugrenzen, wer bei der Mafia ist. Wenn man diese beiden Punkte umgehen will, kann man in der Nacht dünne Stäbe (Schaschlikspieße) in die Hand nehmen, mit denen dann getupft wird. Damit ist weder die Richtung noch die Temperatur so einfach herauszufinden.

Bei Gruppen unter sieben Personen ist es oft sinnvoll, ohne Spielleiter zu spielen.